Museum
Im ehemaligen Gebetsraum befinden sich heute Materialien und Objekte, die auf die jüdische Geschichte des Ortes verweisen. Hervorzuheben sind hierbei Funde aus der Sennfelder Genisa, die vom jüdisch-religiösen Alltag zeugen. In der jüdischen Religionskultur wurden (und werden) nicht mehr nutzbare jüdisch-religiöse Literatur und Kultgegenstände oftmals in einer Genisa (Plural Genisot) abgelegt. Die Einrichtung eines solchen Ablageortes war (und ist bis heute) traditionelle Praxis vieler jüdischer Gemeinden.
Eine weitere Besonderheit in der ehemaligen Synagoge Sennfeld sind die im Gebäude befindlichen zwei Mikwen. Das erste rituelle Tauchbad stammt aus der Entstehungszeit des Gebäudes und musste in späteren Jahren aus hygienischen Gründen aufgeben werden. Daraufhin wurde eine zweite neuere Mikwe angelegt, um den Religionsvorschriften gerecht zu werden.
Im ersten Obergeschoss liegen drei Räume. Der Größte beherbergt derzeit den Gedenkraum an die jüdische Gemeinde Sennfeld. Besucher:innen können hier Objekte und Materialien betrachten, die sich insbesondere im Rahmen einer Führung erschließen.
Momentan wird ein neues Nutzungskonzept für unser Haus entwickelt. Führungen durch das Synagogengebäude, über den Jüdischen Friedhof Sennfeld und zur jüdischen Geschichte am Ort können aber weiterhin angefragt werden.